Schädlings-resistente Pflanzen
Eine der ersten sogenannt schädlings-resistenten Pflanze war die Gentech-Sojabohne des amerikanischen Agro-Multis 'Monsanto'. Diese Firma ist der Hersteller des Totalherbizids „Roundup“. Ein Totalherbizid ist ein Unkrautvertilgungsmittel, dass radikal alle Pflanzen vernichtet, die mit diesem Gift in Berührung kommen. Der Einsatz eines solchen Giftes musste also sehr vorsichtig und selektiv gehandhabt werden, um das eigene Saatgut nicht zu vernichten. Nun hatte der selbe Hersteller die schwachsinnige Idee, die Sojabohne immun zu machen gegen das Gift ('Roundup Ready Soybean'). Was in der Fachsprache 'Herbizidresistenz' heisst, bedeutet nichts anderes, als dass man den ganzen Acker vergiftet und dafür eine Pflanze „baut“, die auf diesem vergifteten Boden leben kann.
Die Firma „Monsanto“ verdient sich so dumm und dämlich, weil sie zusammen mit dem Spritzmittel gleich noch die resistente Pflanze verkaufen kann. Dafür leidet die Umwelt doppelt. Zuerst wird sie mit einem Totalherbizid vergiftet und dann auch noch mit einem gentechnisch veränderten Organismus konfrontiert, dessen Folgen auf das Ökosystem noch nicht geklärt sind.
Dieses Beispiel widerlegt auch die Behauptung der Gentech-Industrie, Gentechnologie würde den Einsatz von Chemikalien eindämmen.
Auch das Lieblingsbeispiel der Gentech-Lobby, der bt-Mais von Novartis, der mit Slogans wie 'Pflanzen die sich selber schützen' zu einem Umweltschutz-Produkt gestylt wird, ist nun kläglich gescheitert. Wie eine Studie des eidgenösischen Forschungsinsitut für Agrarökologie und Landbau in Zürich herausfand, tötet dieses bt-Toxin nicht nur den Maiszünsler, sondern auch die Florfliegenraupe, die ein Nützling ist. Somit hat sich genau das bestätigt, was von der Gentech-Industrie vehement bestritten wurde. Weshalb solch eine Erkenntnis nicht bereits von Novartis ermittelt wurde, obwohl die Risiken angeblich so gut geprüft würden, ist nicht nachvollziehbar. Scheinbar ist die Industrie der Meinung, die Risiken müssen ermittelt werden, indem die zu ermittelnden Risiken eingegangen werden.